Namasté*!

Ich bin Lisa – vielbegabte und extrovertierte Hochsensible, Sternzeichen Skorpion, Mondzeichen Fische, Aszendent Jungfrau, begeisterte Tänzerin, Yogini, Mondanbeterin, alte Seele auf der Suche nach Wahrheit und Weisheit … und ich bin – wie du – hier, um meine tiefe Wahrheit zu leben. Um meine einzigartigen Gaben und Fähigkeiten zu nutzen und hervorzubringen, was durch mich in diese Welt fließen möchte und dich dazu zu ermutigen, dasselbe zu tun.

Wenn du hervorbringst, was in dir ist, wird es dich retten.
Wenn du nicht hervorbringst, was in dir ist, wird es dich zerstören.
Thomas-Evangelium

Aber wie macht man das? Wie finden wir heraus, was unsere tiefe Wahrheit ist, was uns begeistert, was wir wirklich vom Leben wollen, unter all diesen Vorstellungen darüber, was wir wollen „sollen“? Und wie geben wir dem Ausdruck? Heute würde ich sagen, fang‘ damit an Raum für dich selbst zu halten und tief in dich hinein zu hören. Aber was genau das bedeutet, verstand ich mich Anfang 30 selbst noch nicht…

Von außen betrachtet sah mein Leben mit Ende 20 wahrscheinlich aus als hätte ich alles, was ich mir wünschen könnte – ich hatte bereits die halbe Welt bereist, arbeitete in einem Unternehmen mit einer Atmosphäre, die sich eher nach Familie anfühlte, hatte einen Kreis von großartigen Freunden, war kurz davor meinen wundervollen Verlobten zu heiraten und konnte nach Herzenslust meine Interessen wie Yoga oder Bücher verfolgen. Doch in mir sahen die Dinge ganz anders aus.

Obwohl ich äußerlich betrachtet alle Freiheiten hatte, fühlte es sich von innen überhaupt nicht so an. Es gab so viele, oft widersprüchliche Regeln in mir (darüber, was ich zu tun/essen/sagen/sein hatte – oder nicht), die sich aus Schnipseln von Informationen zusammensetzten, die ich über die Jahre angesammelt hatte. Verinnerlichte Zurechtweisungen und einschränkende Überzeugungen, die ich immer wieder gehört und mir selbst vorgebetet hatte, sodass es echt hart war Entscheidungen zu treffen, die nicht gegen mindestens eine (meistens mehrere) dieser Regeln verstießen und mich mit einem schlechten Gewissen zurückließen, sie gebrochen zu haben.

Ich hatte die Verbindung zum Universum, zum Geistigen und Spirituellen verloren, da solches „Zeug“ meist Augen rollend als esoterisch abgetan wurde, und mit ihr ging auch das Vertrauen in mich selbst, meine Intuition, meine feineren Sinne. Es gab durchaus Momente, in denen ich diese tiefe Verbindung spüren konnte, wenn ich tanzte als würde niemand zusehen oder sang oder malte, aber ich hatte keine Ahnung wie ich diese Verbindung aktiv gestalten konnte, wenn ich sie brauchte.

Ich versuchte verzweifelt, allen zu zeigen, dass ich mein Leben im Griff hatte, dass ich stark war und alle diese Verantwortungen tragen konnte und genau wusste, wie ich mein Leben „richtig“ leben musste – während ich eigentlich überhaupt keine Ahnung hatte (mal abgesehen davon, dass es nicht die eine Art gibt, sein Leben „richtig“ zu leben).

Ich versteckte meine wahren Gefühle von Verwirrung, Überforderung, Frustration und Angst, weil ich gelernt hatte, dass sie nicht willkommen waren und es sich nicht sicher anfühlte, sie zu spüren. Ich fühlte mich meistens entweder „zu viel“ (zu laut, zu sensibel, zu intensiv, zu vertrauensselig) oder „nicht genug“ (nicht produktiv genug, nicht verantwortungsbewusst genug, nicht nett genug, nicht fügsam genug („Was sollen die anderen denken?“) und definitiv nicht gut genug), wusste aber nicht, wie ich damit umgehen sollte. Und mir war noch nicht klar, dass ich hochsensibel bin und Gefühle anderer Menschen spüren kann, was es mir oft richtig schwermacht, ihre Gefühle von meinen zu unterscheiden. Und weil ich keine Ahnung hatte, wie ich irgendwas davon ausdrücken oder meinem System bei der Selbstregulation helfen konnte, löste ich mich innerlich einfach von meinem Körper (Dissoziation), um nicht so viel fühlen zu müssen. Mein Körper wurde zu einem weiteren „Ding“, über das ich keinerlei Kontrolle hatte.

Ich versuchte andere Menschen zu „lesen“, zu erraten, was sie von mir erwarteten, wie sie wollten, dass ich war oder mich verhielt, um willkommen zu sein. Ohne es zu bemerken, händigte ich damit meine Macht an sie aus, in der Überzeugung ich müsse im Außen die Autorität suchen, die entschied, was „richtig“ oder „falsch“ für mich war. Und ich hatte erneut das Gefühl von Kontrollverlust.

Aus dieser Machtlosigkeit heraus, in dem verzweifelten Versuch zumindest ein wenig Kontrolle über mein Leben zurückzuerlangen, entwickelte ich einen starken Drang besonders gesund zu essen und möglichst viel (vermeintlich gesunden) Sport zu treiben. Das führte zu anorektischem und auch zwanghaftem Verhalten in Sachen Sauberkeit und wie bestimmte Dinge im Haushalt oder generell im Leben erledigt werden müssen. Ich fühlte mich wie ein totaler Freak, wie unwürdiger Abschaum, und hatte so große Angst vor dem grauenhaften Monster, das ich tief drinnen sein könnte, dass ich buchstäblich versuchte, diesem davonzulaufen (mit Sport) und immer weniger ich selbst wurde – körperlich, mental und seelisch.

Ich erlebte aus erster Hand, was es heißt sich depressiv zu fühlen, ausgebrannt, wie ein Gefangener im eigenen Leben. Fremdbestimmt, ausgeliefert und immer dabei die Person zu verstecken, die man tief im Inneren eigentlich ist.

Und dann schoss mir eines Tages diese Frage durch den Kopf: „War’s das jetzt?“ Wollte ich wirklich den Rest meines Lebens auf diese Art und Weise verbringen, bis ich sterbe? Weitere 40-50 Jahre in dieser Geschwindigkeit, dieser endlosen Litanei aus Regeln, Verpflichtungen und Verantwortungen, eine Abwärtsspirale ohne Erfüllung und Freude? Wäre das ein gut gelebtes Leben, ein lebenswertes Leben? Die Antwort war ein klares Nein!

Und als ich so auf mein Leben schaute, stellte ich fest, dass da etwas Wichtiges fehlte: Ich selbst!

Wenn unser Geist mit Worten und Gedanken angefüllt ist,
bleibt da kein Raum mehr für uns selbst!
Thich Nhat Hanh

Es war Zeit endlich wieder mit meinem tiefsten Seelen-Ich in Verbindung zu treten – nach jahrelangen Versuchen jemand anderes zu sein und daran zu scheitern, weil ich eben immer nur gut darin sein werde, ich selbst zu sein! Es war Zeit herauszufinden, was mir Freude bringt, was mich begeistert, was mich nährt und inspiriert und meinem Leben Bedeutung gibt – und das als Nordstern für positive Veränderung zu nehmen.

Zum gefühlt ersten Mal in meinem Leben machte ich mich auf in die unbekannten Gebiete in mir selbst. Als Sternzeichen Skorpion tat ich, was Skorpione gerne tun: Tief graben! Mir alle hässlichen Wahrheiten in mir anschauen (die so hässlich gar nicht waren, sondern eher ein Fall für Mitgefühl). Ich fing an all die Schichten abzutragen, die ich über die Jahre aufgebaut hatte. Meine alte Haut abzustreifen und langsam zu lernen jeden einzelnen Teil von mir liebevoll einzuladen und zu integrieren.

Ich fand eine großartige Therapeutin, die mir half zu lernen mich anzunehmen und eine Menge Gerümpel in meinem Kopf auszumisten, das eigentlich anderen Menschen gehörte. Ich ging für drei Monate in eine psychotherapeutische Klinik, wo ich lernte, meine tiefen und intensiven Emotionen wieder zuzulassen und mich nicht durch Hungern, Überanstrengung oder das Befolgen meiner zwanghaften Regeln zu betäuben. Stattdessen allem zu erlauben hochzukommen und da zu sein und die Gefühle durch mich hindurchfließen zu lassen (und wow, waren diese Gefühle intensiv und oft schmerzhaft!). Ich machte eine Yogalehrer-Ausbildung, die yogische Philosophie, Meditation und buddhistische Psychologie vereinte, wo ich erleben konnte, dass alle Antworten schon in uns vorhanden sind und wie heilsam ein Kreis gleichgesinnter Frauen, eine Schwesternschaft, ist. Ich nahm an Klassen und Workshops verschiedener spiritueller Traditionen teil, wo ich lernte Bedingungen zu schaffen, damit Heilung geschehen kann. Ich begann der Mondin zu folgen, dem Zunehmen und Abnehmen ihres Lichts, und meinem Körper seinen eigenen Rhythmus zuzugestehen. Und schlussendlich fand ich zurück zur großen Göttin, Mutter-Vater, dem All-Einen, Universum, der Quelle, wie auch immer du diese liebende Präsenz nennen magst, die um uns herum und in uns existiert. Und ich fand zurück zu meiner eigenen Spiritualität, in der ich mein alltägliches Leben von Ritualen, Zeremonien und dem Gefühl von Heiligkeit und Hingabe durchdringen lasse und mich bemühe, diese Verbindung nicht nur in den stillen Momenten von Meditation oder Spaziergängen in der Natur zu aufrechtzuerhalten, sondern eben auch in der Geschäftigkeit und dem Trott des Alltags (eine Übungspraxis, die bis an mein Lebensende andauern wird).

Und als ich so langsam wiederentdeckte, was sich für mich richtig anfühlte, begann ich auch in beruflicher Hinsicht meinen Interessen und Neigungen zu folgen. Der Klinikaufenthalt hatte mir gezeigt wie sehr ich es liebe mit Menschen zu arbeiten, sie zu unterstützen, tief in sich zu gehen und ihrem Seelenwissen näher zu kommen, Entscheidungen zu treffen, die von ihrem Höheren Selbst geleitet werden. So schnulzig es sich auch anhört, meine Entscheidung die Ausbildung in Soul-based Coaching anzufangen, war eine der besten meines ganzen Lebens! :-)

Die Prinzipien und Techniken des Soul-based Coachings, die ich lernen durfte, halfen mir dabei alles noch einen Schritt weiter zu führen, was ich auf meiner bisherigen Reise gelernt hatte, und es auf einer tieferen Ebene in mein Leben zu integrieren.

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen,
durch die sie entstanden sind.
Albert Einstein

Soul-based Coaching half mir, die Verbindung zu meiner Intuition aufzunehmen, meiner Seelenweisheit, und ihr als meiner inneren Autorität zu Vertrauen. Das Heilsame liegt darin, als Person und in meiner Erfahrung voll und ganz anerkannt und validiert zu werden, so wie ich bin. Mich nicht verstecken zu müssen, sondern völlig frei alles ausdrücken zu können, das in mir ist, ohne Angst be-/verurteilt, zurückgewiesen oder lächerlich gemacht zu werden.

Soul-based Coaching zeigte mir auch, wie ich das Unbekannte navigiere und ihm vertraue, wie ich mich in das Nicht-Wissen hinein entspanne, vor dem wir oft große Angst habe. Ich hörte auf, ständig gegen den Strom meines Lebens zu schwimmen, und lernte stattdessen, mit ihm zu fließen, darauf zu vertrauen, dass er mich genau dahin tragen wird, wo ich für den nächsten Schritt in meiner Entwicklung sein muss.

Nicht zuletzt fand ich durch die Ausbildung zu meiner Fähigkeit zurück, mit dem präsent zu sein, was in diesem Moment gerade ist. Meine Gefühle zu erleben, auch die nicht so willkommenen, und sie in einer sicheren Art und Weise auszudrücken. Sie durch mich hindurchfließen zu lassen anstatt eine Geschichte um sie herum zu kreieren, in der ihre Energie hängen bleibt. Und diese heilsame Präsenz auch anderen zu schenken.

Und so sehr sich das jetzt nach „sie lebte glücklich bis an ihr Lebensende“ anhört, kann ich dir versichern, dass es nicht so ist! ;-) So wie das Leben ein ewiger Fluss aus Höhen und Tiefen ist, verläuft auch mein Weg niemals gerade. Ich habe immer noch viele, viele Momente, in denen ich in alte Muster falle, in denen ich mich einfach unter meiner Bettdecke verkriechen möchte, unfähig der Welt gegenüberzutreten. In denen ich all den Schmerz aus mir herausheule, den ich immer noch spüre. In denen meine Gefühle mal wieder die Kontrolle übernehmen und ich nicht so klarsichtig und bedacht spreche oder handle, wie ich es gerne würde. Oder in denen ich mich wie eine Betrügerin fühle, ein naives, kleines Mädchen, das Coach spielt und glaubt Menschen dabei unterstützen zu können, ihre gewünschte Veränderung herbeizuführen, obwohl sie ihr eigenes Leben nicht unter Kontrolle hat. Aber gleichzeitig bin ich auch mehr ich selbst als ich es jemals war, voll und ganz menschlich in meinem Chaos und meinen Fehlern und voll und ganz göttlich, wie wir alle. In einem ständigen Prozess des Werdens, Vergehens und Heilens. Darauf hörend, was von innen kommt, um es dann auszudrücken – durch Schreiben, Sprechen, Singen, Tanzen, Malen.

Und ich wünsche mir für dich, dass du das auch erlebst, die Freiheit und Erleichterung ganz du selbst zu werden und zu sein.

Momentan fühlt es sich vielleicht so an als würde irgendwas in deinem Leben nicht so richtig passen, dass du den Kontakt zu dir verloren hast oder dich von der schnelllebigen und produktivitätsgetriebenen Natur der Gesellschaft überwältigt fühlst, die dich Tag für Tag im Hasten und Abstrampeln gefangen hält.

Ich bin hier, um dich daran zu erinnern, dass das Licht des Göttlichen auch in dir scheint. Du verdienst es, dich glücklich, erfüllt und in Verbindung mit deinem kreativen, weiblichen Fluss zu fühlen. Und wenn du dir ein wenig Unterstützung auf deinem Weg wünschst, um aus deiner tiefsten Wahrheit heraus zu leben, kannst du HIER mehr herausfinden oder HIER eine kostenlose Exploration Session mit mir buchen.

*Das Licht in mir verneigt sich vor dem Licht in dir