Foto von drei als Frauen wahrgenommenen Personen im mittleren Alter; links eine weiße Person mit langen blonden Haaren in weißem Oberteil, die verschmitzt in die Kamera lächelt; in der Mitte eine braune Person mit kurzen graumelierten Haaren ind einem schwarz-weiß gemusterten Oberteil, die selbstbewusst in die Kamera schaut; rechts eine weiße Person mit mittellangen blonden Haaren in einem Jeans-Oberteil, die ihr Kinn auf die rechte Hand gestützt hat und zu den anderen zwei Personen herüberblickt

Die Wechseljahre – Eine transformative Reise in die zweite Lebenshälfte

Wahrscheinlich sind dir viele der Symptome bekannt, die oft mit den Wechseljahren in Verbindung gebracht werden:

Hitzewallungen, Schlafstörungen, Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen, schmerzende Gelenke, innere Unruhe, Angst und Depression, Wortfindungsstörungen …

Aber weißt du auch, welche tiefgreifenden Veränderungen und transformativen Prozesse dein ganzes System (Körper, Herz, Verstand und Seele) in dieser Lebensphase durchläuft?

Meiner Meinung nach ist es nie zu früh, sich über diese Umbruchphase der Wechseljahre zu informieren. Denn wenn du verstehst, was dabei auf körperlicher, emotionaler, mentaler und seelischer Ebene geschieht, kannst du den Übergang in die zweite Lebenshälfte mit (mehr) Leichtigkeit meistern! :-)

Definition

Lass uns zunächst ein paar Begrifflichkeiten klären:

  • Prä-Menopause: Die fruchtbaren Jahre, von deiner ersten Monatsblutung bis hin zu den ersten (oftmals emotional-psychologischen) Veränderungen mit Mitte/Ende 30.
  • Peri-Menopause/Wechseljahre: Die Zeit der großen Veränderungen, nicht nur physisch, sondern auch emotional, mental und seelisch.
  • Menopause: Der Zeitpunkt, zu dem du seit 365 Tagen keine Monatsblutung mehr hattest (nur im Nachhinein zu bestimmen).
  • Post-Menopause: Die Zeit ab dem 366. Tag ohne Monatsblutung.

Übrigens hat die Silbe “meno“ dieselbe Wurzel wie „mens/mensis“ (wie in „Mens-truation“) und bedeutet ursprünglich „Mond“ bzw. „Monat“, da unsere Vorfahren sich für die Monate am Mondzyklus orientierten.

In deinen fruchtbaren Jahren hast du also eine regelmäßige „Mond-Zeit“, bevor du in die „Mond-Pause“ („Meno-Pause“) übergehst. Ist es nicht faszinierend und auch ein bisschen beruhigend daran erinnert zu werden, dass auch wir Menschen ein Teil der Natur sind? :-)

Was verändert sich in den Wechseljahren auf körperlicher Ebene?

Ein Hinweis vorab:
Die körperlichen Veränderungen der Wechseljahre sind oft nicht die ersten, die wir bemerken können! Das heißt auch wenn dein Menstruationszyklus noch gesund und völlig regelmäßig abläuft, kann es sein, dass sich bei dir schon die ersten Veränderungen auf emotionaler, mentaler oder seelischer Ebene zeigen!

Produktion der Sexualhormone

Auf körperlicher Ebene liegt die zentrale Veränderung in den Wechseljahren darauf, dass deine Sexualhormone nicht länger in den Eierstöcken produziert werden, sondern die Nebennieren diese Aufgabe übernehmen (zwei Drüsen, die direkt oberhalb deiner Nieren sitzen).

In den fruchtbaren Jahren werden Östrogen, Progesteron und Testosteron von deinen Eierstöcken produziert. Nach den Wechseljahren wird dein Körper eine viel geringere Menge dieser Hormone benötigen, deren Produktion die Nebennieren locker übernehmen können.

Das bedeutet allerdings, dass dein Gehirn jetzt, anstatt wie bisher (über Hormone) mit deinen Eierstöcken zu kommunizieren, neue neurologische Bahnen ziehen muss, um in Zukunft eine direkte Kommunikation mit den Nebennieren sicherzustellen.

Dieser Umstellungsprozess – oder „Neuverdrahtung“, wie ich es gerne nenne – ist jedoch mit einigen Mühen für dein Gehirn verbunden, weshalb verständlich ist, dass es in dieser Phase keine Höchstleistungen vollbringen kann. Dafür fehlt schlicht die Kapazität, oft sind Konzentrationsstörungen, eine Art Nebel im Gehirn und eine gewisse Vergesslichkeit das Ergebnis.

Aber keine Sorge, es handelt sich hier nicht um beginnende Demenz, lediglich um einen vorübergehenden Zeitraum, bis die „Neuverdrahtung“ abgeschlossen ist! :-)

Der Faktor Stress

Der Grund für Symptome, die oft mit den Wechseljahren assoziiert (und leider synonym für diese Lebensphase verwendet) werden, liegt darin, dass das Verhältnis zwischen Östrogen und Progesteron aus dem Gleichgewicht gerät. Das ist zu einem gewissen Grad zu erwarten, da beide Hormonspiegel über die Zeit der Wechseljahre abnehmen, aber nicht immer in gleichem Maße.

Zur Post-Menopause pendelt sich das Verhältnis in der Regel dann wieder ein, nur eben insgesamt gesehen auf einem niedrigeren Niveau.

Die Hauptursache dafür, dass die Dinge aus dem Gleichgewicht geraten, ist Stress. Damit meine ich körperlichen Stress (Umweltgifte, Cardio-Sport etc.), emotionalen Stress (unverarbeitete, schwierige Emotionen und Traumata), mentalen Stress (die ganzen To-Do-Listen, Glaubenssätze zu den Wechseljahren und zum Altern etc.) und/oder seelischen Stress (z.B. das Gefühl ganz alleine zu sein bzw. mit diesen großen Lebensumbrüchen alleingelassen zu werden).

Das führt zu einem Ungleichgewicht, da die Hauptaufgabe deiner Nebennieren die Produktion von Stresshormonen ist, um dich am Leben zu halten. Doch wenn die Nebennieren aufgrund diverser Stressfaktoren ständig damit beschäftigt sind, Stresshormone zu produzieren, wird es sehr viel schwieriger sein und länger dauern, zusätzlich auch noch die Produktion der Sexualhormone zu übernehmen.

Außerdem werden Stresshormone aus Progesteron gebildet. Während also dein Progesteronspiegel in dieser Zeit sowieso schon auf natürliche Weise absinkt (Progesteron wird hauptsächlich nach dem Eisprung vom übrig gebliebenen Gelbkörper gebildet; durch die abnehmende Zahl an Eisprüngen in den Wechseljahren wird also immer weniger Progesteron gebildet), verbrauchen bei erhöhtem und langanhaltendem Stress die Nebennieren auch noch das verbleibende Progesteron zur Produktion von Cortisol.

Daher ist es ungemein wichtig, eigentlich immer, aber speziell in dieser Phase, dass du immer wieder Phasen der tiefen Ruhe und Entspannung in deinen Alltag bringst!

Wie kannst du dich auf körperlicher Ebene unterstützen?

Der “Stress-Faktor” zeigt deutlich, warum es insbesondere in den Wechseljahren wichtig ist, gut für deine Nebennieren zu sorgen!

Das bedeutet, verstärkt auf Entspannungsübungen wie die Stimulation des Vagusnervs (der Hauptnerv für Entspannung in deinem Körper), sanftes Stretching und Spaziergänge in der Natur zu setzen, und zusätzlich darauf zu achten, dass du dich mental und emotional gut unterstützt fühlst (z.B. in einer Gruppe mit anderen, die ebenfalls durch die Wechseljahre gehen oder schon gegangen sind und dich verstehen).

[Das Ausruhen übrigens nicht das Gleiche wie „Nichtstun“ bedeutet und wie du dich auch aktiv ausruhen kannst, habe ich in diesem Artikel beschrieben.]

Außerdem kannst du dein Hormonsystem unterstützen, indem du durch eine entzündungshemmende / anti-entzündliche Ernährung und gewisse Detox-/ Entgiftungsmaßnahmen (z. B. Lympharbeit) die Gesundheit deiner Leber kräftigst.

Und wenn du deinen Körper zusätzlich durch (leichtes) Krafttraining stärkst, förderst du den Muskelaufbau und erhöhst deinen Stoffwechsel-Grundumsatz, was dabei hilft einer Gewichtszunahme entgegenzusteuern. Außerdem wirkt es positiv auf Stimmung und Psyche, weil du dir beim Training deiner eigenen Kraft bewusst wirst und dich stark FÜHLST! :-)

Was verändert sich in den Wechseljahren auf emotionaler Ebene?

Wenn schwierige Emotionen und traumatische Erlebnisse nicht zeitnah verarbeitet werden, speichert dein Nervensystem diese solange, bis du den Raum, die Kapazität und die innere Bereitschaft hast, dich angemessen mit ihnen zu beschäftigen und sie zu verarbeiten – ganz gleich, wie lange das dauert!

In unseren fruchtbaren Jahren haben wir meist genügend Energie um viele Dinge unter den metaphorischen Teppich zu kehren, mit denen wir uns nicht auseinandersetzen wollen oder können.

In den Wechseljahren ist dein ganzes System jedoch so stark mit all diesen Veränderungen und Umstellungen beschäftigt, dass weniger Energie zur Verfügung steht, um die Dinge unter dem Teppich zu halten.

Oftmals kommen sie in dieser Phase dann an die Oberfläche und führen zu Stimmungsschwankungen – in einem Moment fühlst du dich verletzlich, im nächsten ist dir zum Heulen zumute und eine Sekunde später explodierst du und weißt hinterher gar nicht so genau warum (oder vielleicht doch).

Das mag zwar nicht immer angenehm sein, aber sieh es mal so: Es ist eine Einladung, schwierige Situationen, traumatische Erlebnisse und anderen alten Ballast aufzuarbeiten und alles loszulassen, was dir nicht gut tut, um leicht(er) und befreit(er) in die neue Lebensphase zu gehen!

Wie kannst du dich auf emotionaler Ebene unterstützen?

Es ist wichtig zu verstehen, dass Emotionen „Energie in Motion“, also „Energie in Bewegung“ sind – sie müssen fließen, und zwar durch dein System und dann raus.

Wenn du sie unterdrückst, bleibt diese Energie in deinem System hängen und verursacht Blockaden, ein inneres Abgetrennt-Sein oder sogar (innere) Taubheit. Das Ziel ist daher, dass du sie SPÜRST, um sie dadurch raus- und loszulassen. Dass du sie auf eine Art und Weise ausdrückst, die für dich und andere sicher ist und sich stimmig für dich anfühlt.

Wut kannst du zum Beispiel lösen, indem du auf ein Kissen oder einen Boxsack schlägst. Traurigkeit entlädt sich oft in einem guten alten Heulkrampf. Auch künstlerisches Schaffen (zum Beispiel mit Farben oder Musik) ist ein tolles Ventil, um Dinge auszudrücken, für die es keine Worte gibt.

Überlege, was du in der Vergangenheit vielleicht nicht tun durftest, um deine Emotionen auszudrücken und finde eine Möglichkeit, das heute genau so trotzdem zu tun (mit dem Fuß aufstampfen, schluchzen etc.).

Der Fokus liegt hier darauf, die Körperempfindung wahrzunehmen, um nicht in eine Geschichte abzudriften („Warum passiert das mir / jetzt gerade?“). Wenn du ganz bei der Empfindung bleibst – verfolgst, wo sie sich in deinem Körper befindet, welche Größe oder Form sie hat, ob sie sich bewegt, was die Körperempfindung möchte, das geschieht – dann ebbt die intensive emotionale Ladung meistens nach wenigen Minuten von alleine ab.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass dieser Prozess schwierig, anstrengend, unangenehm und sogar schmerzhaft sein kann – und es ist okay, wenn du dir dafür Hilfe oder Unterstützung suchst! Viele emotionale Wunden wurden durch/im Beisein einer anderen Person verursacht, daher kann es für dein Nervensystem sehr heilsam sein, wenn jemand Zeuge dieser intensiven Emotionen ist UND du dabei sanft und sicher gehalten wirst!

Was verändert sich in den Wechseljahren auf mentaler Ebene?

Auf mentaler bzw. psychologischer Ebene ist es entscheidend, unbewusste Glaubenssätze aufzudecken, die dein Unterbewusstsein über die Wechseljahre abgespeichert hat, da diese sonst leicht zu einer „sich selbst erfüllenden Prophezeiung“ werden. Dein Gehirn ist nämlich darauf programmiert, nach Beweisen Ausschau zu halten, die untermauern, was du von deiner Familie, den Medien und unserer patriarchal-kapitalistischen Gesellschaft über das Thema Wechseljahre und „ältere Frauen“ gelernt hast.

[Das gilt für Frauen, als Frau sozialisierte und als Frau gelesene Menschen, selbst wenn sie jetzt/eigentlich eine andere Geschlechtsidentität haben, da die Einflüsse unserer Erziehung aus der Kindheit so tief sitzen!]

Es wichtig dir bewusst zu machen, welche Glaubenssätze und Vorstellungen du von den Wechseljahren hast, da sie maßgeblich beeinflussen wie du diese Phase erlebst.

Hinweis:
Wie du vielleicht bemerkst, findet keine der Veränderungen in Isolation statt, die verschiedenen Ebenen beeinflussen sich alle gegenseitig. Deine Gedanken und Glaubenssätze (mental) beeinflussen welche Emotionen du in Bezug auf dich und die Welt hast (emotional) und führen zu einer bestimmten Körperhaltung, welche wiederum die Mobilität und Gesundheit verschiedener Körperteile beeinflusst (körperlich) oder am Ende als Beschwerden auftauchen, die oft mit den Wechseljahren assoziiert werden.

Wie kannst du dich auf mentaler Ebene unterstützen?

Das heißt auf mentaler Ebene darfst du dir anschauen, welche Glaubenssätze und Überzeugungen da in dir sind, woher sie stammen und ob sie wirklich deine eigenen sind.

Überleg mal welche Geschichten du über die Wechseljahre und „alte Frauen“ gehört hast, sowohl auf persönlicher Ebene (von Mutter, Großmutter, Tanten, Freunden, …) als auch auf gesellschaftlicher Ebene (von den Medien, aus der Werbung, der Filmindustrie etc.).

Beobachte deine Gedanken und sortiere aus: Welche gehören wirklich zu dir, welche kommen eher von deiner Familie oder der Gesellschaft? Welche möchtest du behalten, weil sie dir helfen und dich unterstützen und welche willst du loslassen, weil sie das nicht tun? (Du könntest sie zum Beispiel auf ein Blatt Papier schreiben und es verbrennen, so als symbolische Geste.)

Prüfe wie du Tag für Tag mit dir selbst sprichst, insbesondere wenn du Wechseljahresbeschwerden erlebst: Sprichst du auf liebevolle, mitfühlende, aufmunternde Art und Weise mit dir? Oder wertest du dich selbst und deine Erfahrung ab, machst dir Vorwürfe, weil du „etwas falsch gemacht hast“, oder glaubst sogar, dass du „es verdienst, zu leiden“?

Gehe so liebevoll und nachsichtig mit dir und deinem Körper um, wie du nur kannst!

Was verändert sich in den Wechseljahren auf seelischer Ebene?

Der Archetyp, der mit dieser „Herbstphase“ des Lebens verbunden ist, ist der des Souverän, die Person, die sich selbst, die eigenen Stärken und Schwächen, die eigenen Bedürfnisse und Wünsche gut kennt und weiß, was ihre Aufgabe im Leben ist, warum sie hier ist.

Nach der „Frühlingsphase“ des Lebens (Jugend) zu der wir raus in die Welt gegangen sind, um sie zu erforschen, und nach der „Sommerphase“ des Lebens (Erwachsensein / Elternschaft), in der du etwas in diese Welt gebracht hast (das können leibliche Kinder sein, aber auch bedeutungsvolle Arbeit oder einfach ein kreatives Herzensprojekt), beginnst du nun deine Aufmerksamkeit nach innen zu richten und die Person zu werden, die sagt „Ich weiß, wer ich bin (so ungefähr) und DIES HIER werde ich nicht länger tolerieren!“

Nachdem du für andere und die Welt da warst (oftmals bis zu dem Punkt, wo du anderer Menschen Bedürfnisse vor deine eigenen gestellt hast), bist du dran, ist es Zeit, dich selbst zu priorisieren und gut für dich zu sorgen – denn auch DU bist wichtig!

Das ist übrigens ein ganz typisches „Herbst“-Thema, das sich neben den Wechseljahren als „Herbstphase“ deines Lebens auch in der Herbst-Phase des Menstruationszyklus, der Lutealphase, zeigt.

Das zweite große seelische Themenfeld der Wechseljahre beinhaltet Verbindung und Zugehörigkeit.

Es geht darum, dich mit dir selbst und anderen zu verbinden, aber vor allem auch mit etwas, das größer ist als du. Diese unendliche, liebevolle Kraft, die dieses Universum durchzieht … ob du sie nun Gott oder Göttin nennst, das Universum oder einfach die Natur. Es ist eine bedingungslose, liebevolle Präsenz, die jederzeit bereit ist, dich zu unterstützen, wenn du dafür offen bist, sie in dein Leben zu lassen.

Wie kannst du dich auf seelischer Ebene unterstützen?

In dieser Lebensphase geht es darum, dich selbst noch besser kennenzulernen, zu verstehen, wer du bist, was gut für dich funktioniert und wobei du nicht länger Kompromisse eingehen willst. So kannst du mit deiner Umwelt in Kontakt treten und Win-Win-Situationen schaffen, bei denen du dir selbst treu bleibst.

Erforsche die Person, die du in dieser zweiten Lebenshälfte werden willst: Was brauchst du, um dich geborgen und unterstützt zu fühlen? Was nährt deine Seele und wie kannst du mehr davon in deinen Alltag einbauen?

Deine Bedürfnisse und Wünsche sind wichtig und es ist Zeit, ihnen Priorität einzuräumen. Was ist es, wozu du Ja sagen willst? Was ist es, wozu du von nun an Nein sagst, weil es nicht länger FÜR dich funktioniert?

Viele Menschen in den Wechseljahren geben an, dass sie in dieser Phase öfter Wutausbrüche haben – was total Sinn ergibt, denn bei Wut geht es um missachtete Grenzen. Diese darfst du setzen und einhalten lernen.

Außerdem ist Wut eine heiße Emotion, wenig verwunderlich also, dass es in dieser Zeit häufig zu Hitzewallungen kommt – es scheint fast, als würde der Körper wegbrennen, was nicht mehr unterstützend und förderlich ist ;-)

Um leichter durch diese Phase zu kommen, ist es hilfreich, dich so oft du kannst mit der Natur zu verbinden, die Rhythmen zu beobachten, die um dich herum und durch dich hindurch wirken, denn sie zeigen, dass auch du ein Teil der Natur bist, und daher nicht alleine! Du gehörst dazu und hast einen Platz in dieser Welt!

Wenn du tief in deinem Herzen weißt, dass es da etwas Größeres gibt als dich, etwas, auf das du dich verlassen kannst, dann hilft dir das vielleicht, dich weniger einsam zu fühlen und dein Nervensystem zu beruhigen (was in den Wechseljahren ja von zentraler Bedeutung ist, falls du dich erinnerst).

Es hilft dir zu verstehen, dass du dazugehörst, zu dir selbst, zu deinem Körper, zu dieser Welt, und dass, was auch immer das Leben dir präsentiert, du das schon irgendwie schaffen wirst!

Abschließende Gedanken und Ausblick

Wie du siehst, geschehen eine Menge Veränderung auf unterschiedlichen Ebenen während dieses Initiationsprozesses, und die körperlichen Veränderungen sind oft die letzten, die auftauchen. Das liegt unter anderem daran, dass im Alter von 35 bis 50 Jahren bestimmte astrologische Phänomene vorkommen (sog. „planetarische Transite“), die uns auf mentaler, emotionaler und seelischer Ebene anstoßen und einladen, uns auf die inneren und äußeren Veränderungen einzulassen und unser Leben selbstbestimmt so zu leben, wie es sich für uns gut und stimmig anfühlt.

Daher glaube ich, dass wir uns nicht früh genug auf die Wechseljahre vorbereiten können!

Wenn wir im Vorhinein wissen, was uns erwartet, können wir frühzeitig beginnen, uns auf allen Ebenen vorzubereiten, belastende Situationen und Emotionen verarbeiten, unsere Glaubenssätze und Gedanken anschauen, Giftstoffe reduzieren, uns im regelmäßigen Ausruhen üben etc.

Das bedeutet wir sind weniger überrascht und überfordert, wenn die Wechseljahre eintreten und können uns selbst mitfühlend und liebevoll begegnen, wenn wir Beschwerden erleben, Das reduziert Stress und macht ALLES einfacher!

Zu guter Letzt:
Wenn du menstruierst, gehst du einmal im Monat durch so eine Herbstphase (Luteal-/Prä-Menstruelle Phase) und erlebst dieselben Energien, die ich oben beschrieben habe, nur in kleinerem Ausmaß. Daher ist das Aufzeichnen bzw. Tracken deines Zyklus ein perfektes Training für die Wechseljahre! :-)

Denn so baust du Zyklus für Zyklus deinen eigenen kleinen Werkzeugkoffer auf, lernst, was in der jeweiligen Phase für dich funktioniert und was nicht, und hast alles parat, wenn es in der Lebensmitte plötzlich drunter und drüber geht ;-)

Außerdem weißt du dann auch schon, wen du wann um welche Art von Unterstützung bitten kannst! Wir sind keine isolierten Wesen, sondern eine gemeinschaftsorientierte Spezies, und niemand sollte das alleine durchstehen müssen!

Tatsächlich haben bereits Millionen von Menschen vor dir diesen Übergang geschafft (auch wenn ich zugeben muss, dass sie wahrscheinlich einem geringeren und nicht dauerhaftem Stressniveau sowie einer geringeren toxischen Belastung ausgesetzt waren) – du kannst also darauf vertrauen, dass dein Körper schon weiß, wie’s geht!

Dekoratives Element: hell-grünes Blumenornament als Trenner zwischen einzelnen Abschnitten

Ich weiß das waren viele Informationen – wenn du zu irgendeinem Punkt eine Frage hast, melde dich gerne per E-Mail bei mir, ich freue mich immer über Fragen und Rückmeldungen!

Und wenn du selbst Beschwerden erlebst, egal ob zyklus- oder wechseljahresbedingt, und verstehen willst, was dein Körper dir sagen will und wie du gut für euch sorgen kannst, dann ist eine „Beratung Frauen*gesundheit vielleicht genau das Richtige für dich.

Foto von Kopf und Oberkörper von Lisa Jara, einer weißen, blonden Frau mit Brille in einem türkisfarbenen Spaghetti-Top, das Kinn auf die rechte Hand gestützt, der ganze rechte Arm auf einen hohen Baumstumpf gestützt; das Haar fällt ihr offen über die Schultern während sie fröhlich in die Kamera lächelt; im Hintergrund befinden sich unscharf grüne Büsche und Bäume
Foto von Kopf und Oberkörper von Lisa Jara, einer weißen, blonden Frau mit Brille in einem türkisfarbenen Spaghetti-Top, das Kinn auf die rechte Hand gestützt, der ganze rechte Arm auf einen hohen Baumstumpf gestützt; das Haar fällt ihr offen über die Schultern während sie fröhlich in die Kamera lächelt; im Hintergrund befinden sich unscharf grüne Büsche und Bäume

Lisa Jara

Hi, ich bin Lisa (sie/ihr), feministische Autorin und Wegweiserin für einem Leben im Einklang mit dem eigenen Zyklus und der Natur. Als Zyklus- und Wechseljahresberaterin und Begleiterin durch Umbruchphasen biete ich Frauen und queeren Menstruierenden ganzheitliche Frauen*gesundheit und emotionale Begleitung in allen Lebensphasen.

Buche eine Beratung Frauen*gesundheit & Wohlbefinden, triff mich für ein tiefgründiges Gespräch oder bleibe über meine wöchentlichen, persönlichen E-Briefe Mon(d)tagsgedanken in Kontakt :-)!

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