Foto von der Decke eines Raumes aus nach unten Richtung Holzfußboden, auf dem eine weiße Frau mit roten, lockigen Haaren auf dem Boden liegt, in ein weißes, luftiges Shirt und orange, weite Hosen gekleidet, die Knie aufgestellt, die Arme entspannt um ihren Kopf gelegt; sie schaut entspannt und nachdenklich in die Kamera. Um sie herum befinden sich ein Bett, ein Sofa, verschiedene Stoffe, Malfarben und Kaffeebecher.

Sieben Arten des Ausruhens – was brauchst du gerade, um neue Kraft zu schöpfen?

Tiefe Ruhe und Entspannung – also ein Zustand, in dem das parasympathische Nervensystem aktiv ist – sind eine Voraussetzung, damit dein Körper seine bemerkenswerten Reinigungs-, Reparatur- und Wartungsprozesse durchführen kann, die dich lange gesund und lebendig halten.

Das heißt nicht, du solltest niemals Stress empfinden – ein gesundes Nervensystem besitzt die Fähigkeit, flexibel zwischen ALLEN Zuständen zu wechseln, von der höchsten Anspannung bis hin zur tiefsten Entspannung. Das bedeutet es ist super wichtig, dass du stressige Zeiten mit Ruhezeiten ausgleichst.

Woran denkst du, wenn du „ausruhen“ hörst?

Oft ist es etwas wie ein Nickerchen oder sich einfach so auf die Couch zu legen. Aber erholen bedeutet nicht zwingend physisch nichts zu tun.

Wenn du zum Beispiel auf der Couch liegst, aber deine Gedanken rasen, du scrollst dich durch die sozialen Medien oder schaust einen Horrorfilm, dann mag das zwar physische Ruhe für deinen Körper sein, aber so richtig entspannend für dich und dein Nervensystem ist es nicht.

Dr. Saundra Dalton-Smith hat sieben Arten des Ausruhens und der Erholung ausfindig gemacht, die wir Menschen brauchen – und nur eine davon ist zu schlafen oder ein Nickerchen zu machen ;-)

Hier sind alle sieben, in keiner besonderen Reihenfolge:

Physisches Ausruhen

Physisches/körperliches Ausruhen beinhaltet natürlich Schlafen oder ein Nickerchen halten – im Grunde genommen den Verzicht auf körperliche Aktivität.

Physisches Ausruhen kann aber auch aktiv sein, etwa in Form von sanftem, regenerierendem Yoga, durch ausgiebiges Dehnen oder eine Massage. Auch eine Selbstmassage kann äußerst entspannend auf das Nervensystem wirken, da Berührungen durch die eigene Hand oft heilsame Kräfte haben.

Sensorisches Ausruhen

In der heutigen Welt werden wir ständig mit Reizen überflutet: das „Ping“ der eingehenden Nachrichten, Anrufe um 22 Uhr, blinkende Werbetafeln und all die Nachrichten über Krieg, „Life-Hacks“ und Dinge, die wir angeblich kaufen wollen. So vieles verlangt nach unserer Aufmerksamkeit.

Sensorische Ruhe bedeutet, Reize in deiner Umgebung zu reduzieren, vielleicht Benachrichtigungen auszuschalten, dein Handy ab einer bestimmten Uhrzeit stummzuschalten und die Welt-Nachrichten nur sehr selektiv zu verfolgen. Das Schaffen von Momenten sensorischer „Deprivation“ ermöglicht es deinem Nervensystem, sich zu entspannen und zur Ruhe zu kommen, anstatt ständig in Alarmbereitschaft zu sein.

Emotionales Ausruhen

Emotionale Ruhe bedeutet, zu lernen, mit deinen Gefühlen zu sein und sie authentisch sowie auf eine gesunde und sichere Weise für dich selbst und andere auszudrücken.

Es bedeutet, dich zu erden, Emotionen aufsteigen zu lassen und sie neugierig zu betrachten, als die Boten, die sie sind. Manchmal muss die Ladung einer intensiven Emotion erst einmal herausgelassen werden (wie zum Beispiel durch Kissenboxen oder Brüllen bei Wut, Weinen bei Traurigkeit oder Trauer usw.), und sobald sie ausgedrückt wurde (sehr oft lässt die Intensität nach etwa 90 Sekunden nach), ist dein System bereit, mit ihr ins Gespräch zu treten, um zu erfahren, wozu sie da war.

Emotionen sind nicht „gut“ oder „schlecht“, „positiv“ oder „negativ“, sie sind einfach Energie-in-Motion und brauchen Raum, um durch- und rauszufließen.

Soziales Ausruhen

Je nach deiner Persönlichkeit schöpfst du neue Energie, wenn du mit anderen Menschen zusammen bist, oder es zehrt an deinen Kräften (was nicht heißt, dass du die Zeit mit anderen nicht genießt).

Als introvertierter Mensch schöpfst du wahrscheinlich am besten neue Energie, wenn du Zeit allein verbringst und ganz bei dir bist.
Als extrovertierter Mensch schöpfst du wahrscheinlich Energie, wenn du unter Menschen bist, und Zeit alleine zu verbringen, kommt dir eher wie eine Strafe vor ;-).

Es kann auch von der Situation und deiner Kapazität abhängen, was du in einem bestimmten Moment brauchst, also dass du manchmal Zeit alleine brauchst und zu anderen Zeiten das Zusammensein mit anderen sehr belebend sein kann.

Achte einfach darauf, dass wenn du mit anderen zusammen bist, es sich um gesunde Beziehungen handelt.

Kreatives Ausruhen

Kreatives Ausruhen bedeutet, kreativen Tätigkeiten nachzugehen (vom Zeichnen und Malen über Stricken und andere Handarbeiten bis hin zum Kochen, Gärtnern oder Dekorieren der Wohnung) – einfach nur zum Spaß.

Es geht nicht darum, „ein perfektes Porträt zu malen“ oder „den schönsten Vorgarten in der Nachbarschaft zu haben“, sondern darum, das Ergebnis loszulassen, den Druck, ein bestimmtes Ergebnis erzielen zu müssen, hinter sich zu lassen und einfach nur Freude daran zu haben, Farbe auf Papier zu bringen oder die Hände in die Erde zu stecken.

Mentales Ausruhen

Mentales Ausruhen Ruhe bedeutet NICHT, gar nichts zu denken ;-). Es geht vielmehr darum, wie du mit dem Gedankenkarussell in deinem Kopf umgehst.
Beobachte die Gedanken, die dir täglich durch den Kopf gehen, hinterfrage die ihnen zugrunde liegenden Überzeugungen und versuche, mit dir selbst mitfühlender zu sprechen. Kannst du dein*e eigene*r beste*r Freund*in sein, dich selbst aufmuntern und anfeuern?

Außerdem kann es manchmal mental erholsam sein, dein Gehirn mit etwas wie einem bedeutungsvollen Gedicht oder einer spannenden Podcast-Folge anzuregen, und dich dadurch zum Beispiel von dem Gedankenkarussel zu lösen.

Spirituelles Ausruhen

Unser System aus Körper, Herz, Verstand und Seele braucht spirituelles Ausruhen, um sich mit etwas verbunden zu fühlen, das größer ist als nur unser kleines menschliches Dasein. Es geht darum, etwas zu finden, bei dem du dich geborgen und geerdet fühlst – und das ist für jeden Menschen anders.

Das kann Religion sein, die Verbindung zu Spirit Guides oder zum Universum, oder einfach das Sein in der Natur, wo du dich von ihrer wohltuenden Präsenz beruhigen und erden lässt.

Selbst-Reflexion

Wie du siehst, bedeutet „sich auszuruhen“ viel mehr als nur ein Nickerchen zu machen oder sich körperlich nicht zu betätigen ;-).

Hier sind also ein paar Denkanstöße für dich:

  • Was hat dieser Beitrag in dir hervorgeholt?
  • Was hat sich daran geändert, wie du in Zukunft an das Thema Ausruhen herangehen wirst?
  • Wie kannst du mehr von all diesen Arten des Ausruhens in deinen Alltag integrieren?

Es würde mich total freuen, deine Gedanken zu hören, also teil sie mir sehr gerne per E-Mail mit!

Ich wünsche dir einen ausgeruhten Tag ;-)

Foto von Kopf und Oberkörper von Lisa Jara, einer weißen, blonden Frau mit Brille in einem türkisfarbenen Spaghetti-Top, das Kinn auf die rechte Hand gestützt, der ganze rechte Arm auf einen hohen Baumstumpf gestützt; das Haar fällt ihr offen über die Schultern während sie fröhlich in die Kamera lächelt; im Hintergrund befinden sich unscharf grüne Büsche und Bäume
Foto von Kopf und Oberkörper von Lisa Jara, einer weißen, blonden Frau mit Brille in einem türkisfarbenen Spaghetti-Top, das Kinn auf die rechte Hand gestützt, der ganze rechte Arm auf einen hohen Baumstumpf gestützt; das Haar fällt ihr offen über die Schultern während sie fröhlich in die Kamera lächelt; im Hintergrund befinden sich unscharf grüne Büsche und Bäume

Lisa Jara

Hi, ich bin Lisa (sie/ihr), feministische Autorin und Wegweiserin für einem Leben im Einklang mit dem eigenen Zyklus und der Natur. Als Zyklus- und Wechseljahresberaterin und Begleiterin durch Umbruchphasen biete ich Frauen und queeren Menstruierenden ganzheitliche Frauen*gesundheit und emotionale Begleitung in allen Lebensphasen.

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