Hast du zu Silvester oder Neujahr schon mal „Gute Vorsätze“ gefasst, nur um festzustellen, dass sie bis Ende Januar schon wieder vergessen waren? Oder dass du jedes Mal dieses ungute Gefühl verspürst, wenn du dich dazu „zwingst“ sie einzuhalten?

Wie kann es sein, dass wir zu Beginn des Jahres so voller Elan sind, bereit etwas in unserem Leben zu verändern, nur um dann fast schon damit zu kämpfen, diesen Tatendrang aufrechtzuerhalten?

Versteh‘ mich nicht falsch, vielleicht funktionieren Neujahrsvorsätze total super für dich, dann bitte weiter so! Dieser Artikel richtet sich eher an diejenigen, denen es schwer fällt sie umzusetzen und soll eine andere Perspektive aufzeigen …

Winter ist zum Ausruhen …

Als Verfechterin des Zyklus-basierten Lebens war es schon fast komisch als es mir vor kurzem wie Schuppen von den Augen fiel: Winter ist nicht die Jahreszeit für Neuanfänge!

Hier auf der Nordhalbkugel liegt Neujahr mitten im Winter, eine Zeit, zu der alles in der Natur sich zurückzieht und Winterschlaf hält, oder zumindest eine Pause einlegt. Es ist die Zeit, um sich auszuruhen, zu verdauen und das natürliche Kompostieren geschehen zu lassen – unter der Erde und im Unterbewusstsein.

Und ob du’s glaubst oder nicht, wir Menschen sind Teil der Natur ;-)! Warum sollte es bei uns also anders sein?

In der Zeit um den Jahreswechsel herum, versucht unser Körper herunterzufahren, sich auszuruhen und zu erholen, nicht etwas Neues zu beginnen. Und erst, wenn diese Phase des Zyklus (die fester Bestandteil der Regeneration ist) vollständig abgeschlossen ist, wirst du die nötige Energie zur Verfügung haben, um neue Projekte in die Wege zu leiten und das in dein Leben zu holen und gedeihen zu lassen, was du dir wünschst.

… die Sterne stehen ungünstig …

Auch astrologisch gesehen ist Neujahr nicht die Zeit, um irgendwelche Ziele oder Vorsätze in die Tat umzusetzen. Der Zyklus des Tierkreises (die zwölf Sternzeichen) schließt mit den Fischen im Februar/März – der neue Zyklus startet am 21. März, wenn die Sonne ins Zeichen Widder zieht.

Das ist dann eine weitaus günstigere Zeit, um etwas Neues in deinem Leben zu beginnen, denn auch die Sterne und generelle Zeitqualität werden mit dir sein!

Bis dahin kannst du den Beginn des Sonnenjahres aber auf andere Weise für dich nutzen:

  • Steinbock Saison (21. Dezember bis 20. Januar): Beginne damit, eine Vision zu entwickeln, zu planen und das Fundament dafür vorzubereiten, was du dir in diesem neuen Jahr/Zyklus aufbauen willst – und nur zur Erinnerung, auch hier musst du noch nicht sofort aktiv etwas TUN, das ist erstmal innere Arbeit!
  • Wassermann Saison (21. Januar bis 18. Februar): Werde dir über deine Grundwerte klar und was für eine Zukunft du anstrebst (für dich selbst, die Menschheit, unseren Planeten), damit du anfangen kannst, deine Gedanken und Taten daran auszurichten.
  • Fische Saison (19. Februar bis 20. März): Da das zentrale Thema der Fische „Abschluss/ Ende“ ist, kannst du ihr starkes Mitgefühl auf dich selbst richten und deine Kreativität, Energiearbeit, Körperarbeit, Journaling und andere Möglichkeiten nutzen, um alte, wenig hilfreiche (Glaubens-)Muster aufzulösen, die dich zurückhalten und die jetzt bereit sind, zu gehen. So kann die nötige Heilung geschehen, bevor der Widder einen neuen Zyklus einläutet.

… und du denkst, es habe mit dir zu tun

Das Schlimmste ist, dass wir es meistens uns selbst zuschreiben, wenn wir einen bestimmten Vorsatz nicht einhalten können.

Es ist dieses fast schon hinterhältige Ding, das das Gehirn abzieht und das du vielleicht auch schonmal bemerkt hast:
Wenn etwas geschieht, das du als positiv bewertest, dann sagt dein Kopf es läge an den Umständen außerhalb deiner selbst. Jemand hat etwas getan oder etwas ist geschehen, das diesen „positiven“ Umstand möglich gemacht hat.

Aber wenn etwas geschieht, das du als negativ bewertest, dann ist es meistens „DEINE Schuld“ … Du musst etwas falsch gemacht haben, du hast versagt, vielleicht BIST du sogar falsch. Dein Kopf sagt dir, es müsse mit DIR zu tun haben.

So auch bei den Neujahrsvorsätzen: Vielleicht „hast du nicht das Zeug dazu“, vielleicht fehlt dir die Willensstärke, hast kein Durchhaltevermögen oder willst es einfach nicht genug.

GLAUB ES NICHT!

Es ist NICHTS an dir falsch! Du bist ein perfektes unperfektes menschliches Wesen, und genau richtig wie du bist!

Was, wenn es gerade einfach nicht die richtige Zeit/ Phase in deinem eigenen Rhythmus oder dem Kreislauf des Lebens ist?

Die gesellschaftliche Konnotation

Was sind Neujahrsvorsätze denn eigentlich?

Oftmals sind sie eine Liste von Dingen, die du erstellst, weil du denkst, dass du sie tun (oder nicht-tun) „solltest“. Weil sie „gut für dich sind“. Nicht unbedingt, weil dein Herz daran hängt …

In diesem Fall braucht es eine Menge Disziplin und Motivation bis der Vorsatz erreicht ist – und das ist nicht nur anstrengend, sondern auch eng mit gesellschaftlichen Normen von „Erfolg und Versagen“ verknüpft.

Du machst dich am Ende dafür fertig, Ziele nicht erreicht zu haben, die DU dir gesetzt hast – wobei du die einzige Person bist, die diese Vorgaben ändern kann, wenn du willst ;-)!

Es ist überhaupt nicht schlimm, seine Meinung und seine Vorhaben zu ändern, wenn sie nicht länger FÜR dich funktionieren!

Und da ist noch ein anderer Ansatz.

Eine Alternative – was kannst du stattdessen tun?

Wie bereits gesagt ist der Winter eine Zeit der Stille, der tiefen Innenschau und auch Reflexion wer du bist und wer du sein willst in dieser nächsten Phase deines Lebens. In dem Sinne ist Neujahr eine fantastische Zeit, um zu erträumen oder darüber nachzudenken, welche Samen (Intention) du pflanzen willst!

Anstatt also sehr konkrete und oftmals starre und strenge „Ziele“ zu setzen (die meistens auch noch an eine Deadline geknüpft sind, ein Wort, bei dem schon eine Energie von „du schaffst es besser, oder du stirbst …“ mitschwingt), wie wäre es, wenn du dir stattdessen darüber klar würdest, wie du dein Leben führen und dich tagtäglich fühlen willst?

Statt einer fixen Zielsetzung wie “Ich möchte bis Februar 5kg verloren haben.“, „Ich will drei Mal die Woche ins Fitnessstudio.“, „Ich will mit dem Rauchen aufhören.“ (um einige typische Neujahrsvorsätze aufzuzählen), wie wäre es, wenn du nach einem Wort wie „Gesundheit/gesund“ strebst und deine Gedanken und Handlungen daran ausrichtest?

„Wird ein drittes Stück Kuchen mich dabei unterstützen, mich gesünder zu fühlen?“ (Versteh mich nicht falsch, manchmal lautet die Antwort tatsächlich „Ja“ ;-) )

„Werde ich mich glücklich und mental gesund fühlen, wenn ich mich weiterhin ständig „dumm und unfähig“ nenne?“

„Ist die Beziehung zu Person X gesund für mich, fühle ich mich mit der Person (meistens) wohl und gut aufgehoben?“

Auf diese Weise hast du eher eine Art Leitbild, das dir dabei hilft dich immer wieder mit dem Gefühl zu verbinden, das hinter deinem Ziel oder gutem Vorsatz steckt. UND du wirst dadurch mehr als nur einen Aspekt/Bereich deines Lebens (zum Positiven) verändern.

Mein eigenes Beispiel

In einem Jahr war mein Wort/ Satz des Jahres „Spaß“ bzw. “Spaß haben“.

Bedeutete das, dass jeder Moment und alles, was ich tat, Spaß machte? Definitiv nicht! UND ich hatte in jedem Moment die Möglichkeit kurz innezuhalten und mich zu fragen „Was kann ich tun, damit mir das (diese Aufgabe, diese Situation etc.) mehr Spaß macht? Wie kann ich mehr Spaß in diese Aufgabe/Situation bringen?“

In einem anderen Jahr lautete mein Wort „Einfachheit“.

Ich mache mir die Dinge gerne viel komplizierter als sie sind, auch wenn das dem Leben jede Leichtigkeit und Freude nimmt. In dem Jahr fragte ich mich also jeden Tag „Wie einfach kann ich es mir machen?“ oder „Wie kann ich diese Sache 1% einfacher für mich gestalten?“

Dieses Jahr ist mein Wort „Selbst-Vertrauen“. Es ist gleichzeitig sehr wichtig und sehr beängstigend für mich, denn ich weiß ich werde getestet werden ;-)
Denn sobald du ein Wort wählst, darfst du nicht überrascht sein, wenn das Universum (oder Gott, Göttin, Allah, Quelle, …) dir alle möglichen Situationen präsentiert, um dein Commitment zu prüfen. Erinnere dich an deine innere Stärke und Macht und wähle dein Wort immer du immer wieder aufs Neue!

Jetzt zu dir

Hast du eine Vision, ein Wort an das du dich in deinem Tagesablauf oder deiner Woche erinnern willst?

Nimm dir ein paar Minuten Zeit, um dir über das Gefühl klar zu werden, das du in deinem Leben fühlen möchtest … denn das ist es, was letzten Endes hinter dem Ziel steht, das du für dich setzen willst, das Gefühl, das du mit dem Erreichen dieses Ziels verbindest!

[Die Wünsche Gewicht zu verlieren oder mehr Sport zu treiben bedeuten vielleicht, dass du dich einfach fit und gesund fühlen möchtest. Der Wunsch mehr Geld zu verdienen kann darauf hinweisen, dass du dich sicher fühlen möchtest oder frei in deiner Zeitgestaltung. Der Wunsch mehr Zeit mit Freunden/Familie zu verbringen kann für ein Gefühl von tiefer, menschlicher Verbindung stehen, oder mehr im Moment zu leben oder deine Zeit bewusster zu verbringen.]

Welches Wort bzw. Gefühl wählst du für das neue Jahr oder die nächste Phase deines Lebens?

Und was wird möglich, wenn du dieses Wort als Grundlage für jede Entscheidung heranziehst, die du dieses Jahr triffst?

Willst du die Woche mit Inspiration und Unterstützung in deinem persönlichen Zyklus beginnen (egal, ob du menstruierst oder nicht) und dich enger mit dir verbunden fühlen?
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