Ich selbst habe mich lange Jahre nicht getraut und auch wenig Interesse daran gehabt, mich näher mit Orakelkarten zu beschäftigen oder mit ihnen zu arbeiten. Einerseits lag das an meiner Erziehung, meinen Vorurteilen; in meiner Familie wurde dieser „esoterischen Kram“ nicht groß beachtet, sogar abgewertet – es zählte, was wissenschaftlich zu belegen war, kein „Humbug“ wie Tarot, Astrologie oder Wahrsagerei, daher traute ich mich gar nicht erst, diese feinsinnige, intuitivere Seite von mir zu erforschen. Andererseits habe ich, wenn ich auch als Teenager mal Tarotkarten in der Hand hatte, noch nie so richtig Zugang zu ihnen gefunden. Und man muss bedenken, damals gab es auch einfach nicht so eine große Auswahl an Orakelkarten, wie das heute der Fall ist.

Meine Liebe zu den Karten erwuchs erst vor wenigen Jahren als ich über die Karten „Magie der Erde“ stolperte. Ich hatte nach einer längeren Pause wieder angefangen Yogaunterricht zu nehmen, mich näher mit mir selbst, näher mit der Natur und Mutter Erde zu beschäftigen. Ich fand also diese Karten (oder sie mich?) und spürte sofort eine tiefe Verbindung zu ihnen, ihren Bildern, ihren Botschaften. Es waren keine (für mich) abstrakten Symbole/Botschaften wie „As der Kelche“ oder „5 der Schwerter“, deren Bedeutung man irgendwie auswendig lernen musste. Es waren Naturphänomene, Ereignisse direkt aus dem Leben, aus der Natur um mich herum, die hier wunderschön illustriert wurden und deren immanente Bedeutung sich mir auf Anhieb erschloss. So lernte ich Orakelkarten von einer ganz neuen Seite kennen und möchte sie heute nicht mehr aus meinem Leben missen!

Meistens nutze ich sie als Inspiration, als eine Gelegenheit aus einem neuen Blickwinkel auf eine Situation in meinem Leben zu schauen. Ich überlege, wie ich die Botschaft der Karte ganz konkret anwenden kann – und schaue dann, ob sie hilft. Ich denke es geht nicht darum, dass die gezogene Karte eine hundertprozentige Antwort auf meine gestellte Frage bieten muss. Ich versuche vielmehr die Botschaft so auszulegen und zu nutzen, dass sie für mein Leben passt, dass sie mir Hilfestellung bietet, dass sie in meinem Leben Sinn ergibt.

Im Folgenden möchte ich dir meine absoluten Liebenskartensets vorstellen. Mit ihnen arbeite ich regelmäßig, zum Beispiel ziehe ich an jedem Schwarzmond eine Göttin aus dem Set „Göttinnengeflüster“, deren Botschaft mich dann durch den Mondmonat begleitet. Zu den Rauhnächten im Dezember ziehe ich täglich eine Karte als Orakel für den zugehörigen Monat im Folgejahr – hierfür liebe ich die Botschaften des Sets „Magie der Erde“.

Doch auch wenn ich zwischendurch verzweifelt bin oder in meinem Leben nicht richtig weiterkomme, ziehe ich eine Karte und horche in mich hinein, in welchem Teil meines Lebens ich diese Botschaft anwenden kann. Und wenn mal eine Karte so überhaupt nicht zu passen scheint – dann ist das so, das ist nicht schlimm! Und wer weiß, vielleicht erinnerst du dich ein, zwei Wochen später an die Karte und stellst fest, dass sie in Rückschau eigentlich doch ganz gut gepasst hat ;-) Lass dich überraschen!

Magie der Erde Orakelkarten von Steven Farmer

Oracle Cards: Earth Magic - Example cards on the floor

Die Erde spricht auf vielfältige Weise zu uns. Mit diesen Karten nehmen wir Kontakt zu den wesentlichen Naturgeistern auf und nutzen ihre einzigartige elementare Kraft. Wer sich in eine tiefere Zwiesprache mit der Natur begeben möchte und zugleich konkrete Botschaften für den Alltag sucht, wird gerne zu diesen wundervoll und einfühlsam illustrierten, aussagekräftigen kleinen Werken verschiedener Künstler greifen und das Begleitbuch zu Rate ziehen.

Dies ist mein absolutes Lieblingskartendeck, weil es sich an der Natur, ihren Rhythmen und Phänomenen orientiert und daher für mich so authentisch ist. Wenn ich mit ihnen arbeite fühle ich mich sofort mit der Natur, mit anderen Menschen, mit Tieren, Pflanzen, Steinen, Wasser, Feuer, Luft und der Erde selbst verbunden. Wir alle sind Kinder dieser Erde und die wunderschönen Karten und Texte helfen mir, meine eigenen Rhythmen zu entdecken und mich mit ihnen vertraut zu machen.

Göttinnengeflüster von Amy Sophia Marashinsky und Hrana Janto

Orakelkarten - Göttinnengeflüster (Beispielkarten)

« Alle Frauen sind Göttinnen, und es ist Zeit, dass wir uns so wahrnehmen. » Aphrodite, Isis, Hekate – sie alle verkörpern die Große Göttin. 52 einzigartige Ausdrucksformen der weiblichen Göttlichkeit werden in diesem Kartenset vorgestellt. In einer kraftvollen Verbindung von Anrufung, Mythologie, Deutung und Ritual zeigt sich uns jede der Göttinnen bereit, uns auf unserem Weg zu unterstützen.

Dieses Kartendeck zeigt verschiedene Facetten dessen, was Weiblichkeit ist/sein kann und ausmacht. Ich liebe dieses Kartendeck, weil es mich immer wieder daran erinnert, dass ich nicht nur eine Sache bin, nicht nur eine Seite habe, mich nicht nur auf diese oder jene Weise der Welt zeigen kann/darf, sondern dass da in mir, in uns, so viel mehr ist! Dass wir so facettenreich sind, wie ein Diamant, in dem sich das Licht bricht und in alle möglichen Richtungen in die Welt hinaus strahlt.

Die liebevoll geschriebenen Texte zeigen unterschiedliche Qualitäten der Weiblichkeit auf und die vorgeschlagene Rituale veranschaulichen Wege, diesem Aspekt in uns Ausdruck zu verleihen. Durch das Beschäftigen mit diesen verschiedenen Qualitäten, die jede von uns in sich trägt, entdecke ich immer mehr, was Weiblichkeit für mich persönlich alles bedeutet und lasse mich inspirieren, wie ich sie heute ausleben möchte.